Tyndall Centre for Climate Change Research
Das britische Tyndall-Zentrum für Forschung zum Klimawandel ist ein interdisziplinäres Forschungszentrum, das Natur-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler sowie Ingenieure zu seinen Mitarbeitern zählt. Es hat seinen Hauptsitz in Norwich und zwei regionale Standorte in Manchester und Southampton. Benannt wurde es nach dem Physiker John Tyndall, der als einer der ersten Wissenschaftler den natürlichen Treibhauseffekt der Erde beobachtete.
Das Zentrum ist eine Partnerschaft zwischen ausgewählten Fachbereichen und Instituten von neun Forschungsinstitutionen, die zusammen das Tyndall-Konsortium bilden. Derzeit sind an allen Standorten des Konsortiums rund 90 Mitarbeiter beschäftigt (Stand 2006). Finanziert wird das Zentrum vom britischen Wirtschaftministerium und drei Forschungsräten.
Zweck der Einrichtung ist es, die Möglichkeiten zur Eindämmung des Klimawandels und die Notwendigkeit zur Anpassung an ihn aus einer interdisziplinären Perspektive zu erforschen und die Ergebnisse in die globalen, nationalen und lokalen Ansätze zu einer nachhaltigen Entwicklung einfließen zu lassen.
Die Forschungsaktivitäten des Zentrums umfassen in Phase II (2006-2009) sieben Programme:
- Informationen für die internationale Klimapolitik: Bereitstellung von Forschungsergebnissen für die Entwicklung der internationalen Klimapolitik nach 2012
- Gestaltung von Energiezukünften: Wege zur globalen Reduzierung der Emissionen von CO2 und weiteren Treibhausgasen
- Aufbau von Widerstandsfähigkeit gegen den Klimawandel: Untersuchung der Grenzen der Anpassung an den Klimawandel
- Internationale Entwicklung: Erhalt der Möglichkeiten zur internationalen Entwicklung vor dem Hintergrund der globalen Erwärmung
- Zukunftsfähige Küsten: Erhalt und Management der Küstenregionen
- Planung von Städten: Emissionsreduktion und Verringerung der Vulnerabilität in wachsenden Städten
- Ganzheitliche Modelle: Innovation von integrierten Assessment-Systemen.