Max-Planck-Institut für Chemie
Das im Jahre 1912 als Kaiser-Wilhelm-Institut für Chemie in Berlin-Dahlem gegründete Institut wurde 1949 in die Max-Planck-Gesellschaft übernommen und als Max-Planck-Institut für Chemie in Mainz neu aufgebaut (derzeit ca. 225 Mitarbeiter, Stand 2006).
Das Institut widmet sich heute dem Verständnis der Entstehung, Entwicklung und Zukunft der Erde und unseres Sonnensystems mit den Schwerpunkten Chemie der Atmosphäre, Biogeochemie, Geochemie, Kosmochemie sowie Wolkenphysik und -chemie. Die Forschungsvorhaben haben dabei sehr unterschiedliche Größenordnungen, sie umfassen sowohl einzelne Ökosysteme als auch das gesamte Sonnensystem.
Das Institut gliedert sich in fünf Abteilungen; dabei befassen sich vor allem die Abteilungen Biogeochemie, Chemie der Atmosphäre und Partikelchemie mit Klimaschutzfragen:
- Biogeochemie: Experimentelle Untersuchungen zum Austausch von Spurengasen und Aerosolen zwischen Biosphäre, Hydrosphäre und Atmosphäre
- Chemie der Atmosphäre: Ozon und andere Photooxidantien in der Atmosphäre, ihre chemischen Reaktionen und globalen Kreisläufe
- Partikelchemie (gemeinsame Forschungsgruppe am MPI für Chemie und an der Universität Mainz): Erforschung der chemischen und physikalischen Prozesse, die die Entstehung von Wolken bestimmen. Der Einfluss von Wolken und Aerosolpartikeln auf das Klima gehören zu den noch unzureichend verstandenen klimarelevanten Prozessen.