Max-Planck-Institut für Biogeochemie
Das 1997 gegründete MPI für Biogeochemie mit Sitz in Jena (derzeit etwa 140 Mitarbeiter, Stand 2006) untersucht globale Stoffkreisläufe und die daran beteiligten biologischen, chemischen und physikalischen Umsetzungen.
Es ist in drei Abteilungen mit folgenden Arbeitsschwerpunkten gegliedert:
- Biogeochemische Prozesse: Erforschung der komplexen Wirkungszusammenhänge und der Prozesssteuerung in Ökosystemen unterschiedlicher Vegetation und Landnutzung; Erstellung von Kohlenstoffbilanzen; Analyse der Prozesse, die zur Kohlenstoff-Immobilisierung führen
- Biogeochemische Systeme: Erforschung von Wechselwirkungen zwischen globalen Stoffkreisläufen und Klimasystem; Messung der Konzentrationsänderungen von Kohlendioxid, Kohlenmonoxid, Methan, Sauerstoff und Wasserstoff in der Atmosphäre, Rückschlüsse über Entstehungsmechanismen auf der Erde; globaler Kohlenstoffkreislauf; Berechnung von Quellen und Senken der verschiedenen Spurengase
- Integration biogeochemischer Kreisläufe: Computermodelle zur Klimasimulation.
Die wissenschaftlichen Zielsetzungen des MPI für Biogeochemie umfassen zum einen eine Abschätzung der Rolle, die die erforschten Wechselwirkungen für die Steuerung des Klimas der Erde in einer Zeit zunehmender anthropogener Einflüsse übernehmen, zum anderen soll ein Verständnis für die Regulation von Prozessen in Ökosystemen und deren biogeochemischen Kreisläufen unter sich ändernden klimatischen Bedingungen entwickelt werden. Außerdem soll untersucht werden, auf welche Weise die terrestrische Erdoberfläche mit ihrer Vegetationsbedeckung einen Einfluss auf die Zusammensetzung der Atmosphäre ausübt.