Klima-Bündnis
Das "Klima-Bündnis der europäischen Städte mit indigenen Völkern der Regenwälder" ist ein Zusammenschluss europäischer Städte und Gemeinden, die eine Partnerschaft mit indigenen Völkern der Regenwälder Amazoniens eingegangen sind. Die indigenen Partner werden dabei durch den Dachverband der nationalen Indianerorganisationen aus der gesamten Amazonasregion (COICA) vertreten. Gegründet wurde das Klima-Bündnis 1990 durch VertreterInnen europäischer Kommunen und indigener Völker Amazoniens. Die Arbeiten vom Klima-Bündnis/Alianza del Clima e.V. werden von der europäischen Geschäftsstelle in Frankfurt am Main koordiniert. Derzeit sind über 1300 Städte, Gemeinden und Landkreise aus vielen europäischen Ländern dem Klima-Bündnis beigetreten (Stand 2006); Bundesländer und Nichtregierungsorganisationen arbeiten als assoziierte Mitglieder mit.

Das Bündnis sieht sich als Bindeglied zwischen der lokalen Ebene und den internationalen Politikprozessen in den Bereichen Klimaschutz, Biodiversität und Wald. Seine Ziele (Klimaschutz, Schutz der Regenwälder sowie die Unterstützung der indigenen Völker Amazoniens) sind im Klima-Bündnis-Manifest (1990) und der Klima-Bündnis-Erklärung (2000) niedergelegt. Die Ziele umfassen u. a. eine Halbierung der CO2-Emissionen, den Verzicht auf Tropenholz in den Städten sowie die Unterstützung der Indianervölker Amazoniens bei ihren Bemühungen zum Erhalt des tropischen Regenwaldes, bei der Sicherung ihrer Landrechte und der nachhaltigen Nutzung ihrer Gebiete. Kommunale Handlungsfelder sind insbesondere Klimaschutz, Energie, Verkehr, Tropenholz und Entwicklungszusammenarbeit; diese sollen auch in Lokale Agenda 21-Prozesse integriert werden.