Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC)

Das IPCC (Zwischenstaatliches Expertengremium zu Fragen des Klimawandels) wurde im Jahr 1988 von UNEP (Umweltprogramm der Vereinten Nationen) und WMO (Meteorologische Weltorganisation) gegründet. Es steht allen Mitgliedsländern von UNEP und WMO offen.

 

Das IPCC-Plenum, das sich aus Vertretern und Experten relevanter Ministerien, Fachbehörden und Forschungseinrichtungen sowie weiterer teilnehmender Organisationen zusammensetzt, kommt ungefähr einmal pro Jahr zusammen und trifft die grundsätzlichen Entscheidungen zur Arbeit des IPCC. Alle IPCC-Aktivitäten werden vom IPCC-Sekretariat, das seinen Sitz in Genf in den Gebäuden der WMO hat, geplant und organisiert.

 

Aufgabe des IPCC ist es, die einschlägigen wissenschaftlichen, technischen und sozio-ökonomischen Informationen zum Verständnis der Risiken anthropogener Klimaänderungen, der potentiellen Auswirkungen und der Möglichkeiten zur Anpassung und Abschwächung auszuwerten. Das IPCC selbst führt keine eigenständigen Forschungen durch, sondern stützt seine Arbeit im Wesentlichen auf veröffentlichte wissenschaftlich-technische Literatur.

 

Gegliedert ist das IPCC in drei Arbeitsgruppen (Working Groups, WG) und eine "Task Force" (Stand 2006):

 

Alle vier Gruppen werden bei ihren Aktivitäten von Technischen Einheiten unterstützt.

Ein Arbeitsschwerpunkt des IPCC ist die Auswertung des Wissensstands zum Klimawandel in den sogenannten "Assessment Reports" (AR), die in mehrjährigem Abstand veröffentlicht werden. Die ersten drei Sachstandsberichte wurden 1990, 1995 und 2001 veröffentlicht, der vierte Bericht erschien 2007 (Fourth Assessment Report: Climate Change 2007). Die Sachstandsberichte umfassen jeweils drei Teilbände (Berichte der Arbeitsgruppen) sowie seit 1995 auch einen Synthesebericht.

 

Außerdem werden Sonderberichte und technische Papiere zu Themen erstellt, zu denen unabhängiges Expertenwissen als wichtig erachtet wird. Die IPCC-Berichte werden von Autorenteams verfasst, die von Regierungen und internationalen Organisationen ernannt werden und mehrere hundert Experten umfassen.