Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND)
Der BUND ist eine 1975 gegründete Umwelt- und Naturschutzorganisation, die heute mit über 390.000 Mitgliedern und Förderern zu einem der großen Umweltverbände Deutschlands zählt. Die Bundesgeschäftsstelle mit derzeit 40 Beschäftigten (Stand 2006) ist in Berlin angesiedelt. In allen Bundesländern ist der BUND durch Landesverbände vertreten, außerdem existieren etwa 2200 Orts- und Kreisgruppen, die sich mit regionalen und lokalen Fragestellungen befassen.
Die Bundesgeschäftsstelle übernimmt neben administrativen Aufgaben auch die Planung und Umsetzung von Aktionen oder Kampagnen; außerdem erarbeitet sie Hintergrund- und Positionspapiere. Daneben wird die fachliche Arbeit des BUND-Bundesverbandes von 20 ehrenamtlichen Arbeitskreisen (AK) geleistet, deren Sprecher den wissenschaftlichen Beirat bilden.
Mit dem Thema Klimaschutz befasst sich vor allem der AK Energie und Mittlere Technologie in folgenden Bereichen:
- Erneuerbare Energie, Erneuerbare-Energien-Gesetz
- Rationelle Energienutzung, Energieeinsparverordnung
- Reduktion der CO2-Emissionen
- Ausbau der Kraft-Wärmekopplung
- Ausstieg aus Atomkraft und Braunkohleabbau.
Der AK Internationales beschäftigt sich in einem Schwerpunkt mit den internationalen Klimaverhandlungen und organisiert für den BUND u. a. die Zusammenarbeit mit dem Klimaaktionsnetz (CAN - Climate Action Network).
Friends of the Earth International (FoEI)
Der BUND ist seit 1989 die deutsche Sektion des weltweiten Umweltnetzwerks Friends of the Earth International (FoEI), der weltweit größten Föderation von Umweltverbänden. Diese wurde 1971 von vier Organisationen aus Frankreich, Schweden, England und den USA gegründet, heute ist FoEI durch 76 nationale Gruppen wie den BUND in 71 Ländern vertreten. Die Arbeit wird von einem internationalen Büro in Amsterdam aus koordiniert. 1988 haben sich die europäischen Mitglieder von FoEI zu den Friends of the Earth Europe (FoEE) zusammengeschlossen (Büro in Brüssel).