Treibhausgas-Emissionen

Deutschland und Europäische Union

 

Nach Artikel 4 und 12 der Klimarahmenkonvention(UNFCCC) m√ľssen die der Konvention beigetretenen Industriestaaten (Annex I Parties) j√§hrlich √ľber ihre Treibhausgas-Emissionen berichten. In Deutschland fertigt das Umweltbundesamt diese Berichte an.

 

 

Die europ√§ische Sammelstelle ist die Europ√§ische Umweltagentur in Kopenhagen. Von dort werden die Berichte der Mitgliedstaaten im Auftrag der EU-Kommission an das Sekretariat der Klimarahmenkonvention in Bonn √ľbermittelt.

 

 

Zur Berichterstattung gibt das Sekretariat der Klimarahmenkonvention Richtlinien heraus; das Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) hat zur Erstellung nationaler Treibhausgas-Inventare Richtlinien entwickelt, die Grundlage f√ľr die UNFCCC-Richtlinien sind.

 

Durch das Kyoto-Protokoll wurden die Berichterstattungspflichten der Klimarahmenkonvention erweitert. In der EU wurde durch die Entscheidung 280/2004/EG (Kurzdarstellung) ein neues System zur Beobachtung und Mitteilung der Emissionen von Treibhausgasen eingef√ľhrt, um die aus dem Rahmen√ľbereinkommen und dem Kyoto-Protokoll resultierenden Verpflichtungen zu erf√ľllen.

 

Die Europ√§ische Umweltagentur gibt viele einschl√§gige Berichte im Themenbereich Klimawandel heraus. Auch Informationen hinsichtlich des Erf√ľllungsstands der Reduktionsverpflichtungen, die f√ľr die europ√§ischen L√§nder aufgrund des Kyoto-Protokolls und des Burden Sharing Agreements bestehen, lassen sich hier finden. In den oben genannten Inventarberichten wird der aktuell erreichte Emissionsstand den Reduktionszielen gegen√ľbergestellt; in den Berichten √ľber Treibhausgas-Emissionstrends und Projektionen werden die voraussichtlichen Emissionen am Ende der ersten Verpflichtungsperiode mit den Reduktionszielen verglichen.

 
 
Fachzentrum Klimawandel Hessen
Letzte √Ąnderung: 19.05.2015