Integriertes Klimaschutzprogramm - INKLIM 2012

Das Hessische Ministerium für Umwelt, ländlichen Raum und Verbraucherschutz (HMULV) hat im Frühjahr 2004 das Integrierte Klimaschutzprogramm Hessen 2012 (INKLIM 2012) aufgelegt. Das Klimaschutzprogramm Hessen soll die fachliche Grundlagenplanung für die Zeit bis 2012 sicherstellen.

 

Das Klimaschutzprogramm Hessen soll pragmatische Ziele für einen hessischen Beitrag zur Erfüllung der Treibhausgasminderungen nach Ratifizierung des Kyoto-Protokolls durch den Bundestag benennen. Hierzu sind vor allem Grundlagen zu aktualisieren, vorhandene Programme zu straffen und optimieren sowie in einem konzeptionellen Zeitraum bis 2012 Maßnahmen im Sinne des "Aktionsprogramms Umwelt" von Oktober 2002 und des hessischen Regierungsprogramms abzubilden. Das Klimaschutzprogramm soll integrierte Bausteine für die Abarbeitung einzelner Programmelemente liefern, insbesondere für die Sektoren Energiebereitstellung, Industrie und gewerbliche Wirtschaft, Haushalte und Verkehr. Die volkswirtschaftlichen Nutzen und Kosten sind zu ermitteln. Die notwendigen Anpassungsmaßnahmen in den Bereichen Land-, Forstwirtschaft und Wasserbau sind aufzuzeigen.

 

INKLIM 2012 besteht aus 3 Bausteinen:

 

  • Baustein I: Grundlagen und technisch-wirtschaftliche Szenarien 2005/2012
  • Baustein II: Klimawandel und Klimafolgen in Hessen
  • Baustein III: Instrumente, Kosten und Maßnahmen für ein Umsetzungsprogramm

 

 

Bausteine I und III wurden vom HMULV an das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) vergeben und in der Projektabwicklung begleitet. Der Baustein "Klimawandel und Klimafolgen" wurde vom HLUG im Auftrag und in Abstimmung mit dem HMULV durchgeführt. Das Forschungsprojekt INKLIM 2012 ist im ersten Quartal 2006 abgeschlossen worden; Baustein II wurde bereits im Herbst 2005 zu Ende geführt.

 

Auf dem 9. Hessischen Klimaschutzforum "Zukunftsstrategien für den Klimaschutz in Hessen" am 30.11.2005 wurden Ergebnisse von INKLIM 2012 vorgestellt und diskutiert.

 

In den Vierteljahrsheften des DIW Berlin (Heft 2/2005: Die ökonomischen Kosten des Klimawandels und der Klimapolitik) ist ein von mehreren Projektbeteiligten verfasster Artikel [0,2 MB] erschienen: "Regionale Klimaschutzprogramme - Zur integrierten Analyse von Kosten des Klimawandels und des Klimaschutzes auf regionaler Ebene".

 

Der Endbericht zu INKLIM 2012 fasst die Ergebnisse aller 3 Bausteine zusammen:

 

Am 21. März 2007 stellte der Hessische Umweltminister Wilhelm Dietzel das Klimaschutzkonzept Hessen 2012 vor (Pressemitteilung):

 

Ende November 2007 wurde der Aktionsplan Klimaschutz vom hessischen Kabinett beschlossen (Pressemitteilung):

Baustein II

 

Im Grundlagenteil von Baustein II wurde einerseits der Klimawandel in Hessen seit 1900 analysiert und wissenschaftlich-statistisch abgesichert dokumentiert. Andererseits ist durch ein geeignetes Modell die mögliche Klimaentwicklung in Hessen bis zum Jahr 2100 abgeschätzt worden (Globalmodell ECHAM4, Szenario B2, Regionalmodell WETTREG).

 

Für die Bereiche Wasserwirtschaft (Abflüsse in hessischen Flusssystemen und Grundwasserneubildung) sowie Land- und Forstwirtschaft konnten anhand der Klimaprojektion bis 2050 (bzw. 2100) zu erwartende klimabedingte Folgen abgeleitet werden. Ebenfalls untersucht wurden mögliche Auswirkungen auf den Naturschutz und die Artenvielfalt sowie mögliche gesundheitliche Auswirkungen auf den Menschen.

 

 
 
Fachzentrum Klimawandel Hessen
Letzte Änderung: 28.09.2011